Google Business Profil: Setup-Checkliste für lokale Sichtbarkeit (2026)

Ein sauber gepflegtes Google Business Profil (früher „Google My Business“) ist für lokale Dienstleister oft der schnellste Hebel, um mehr qualifizierte Anfragen zu erhalten – weil es genau dort wirkt, wo Entscheidungen entstehen: in Google Maps und in den lokalen Suchergebnissen. Diese Anleitung zeigt Ihnen ein Setup, das nicht nur „ausgefüllt“ ist, sondern systematisch auf Sichtbarkeit und Conversion optimiert.

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorab: Was Google wirklich bewertet
  2. Profil-Setup: Fundament, bevor Sie optimieren
  3. Kategorien: Der wichtigste Hebel
  4. Leistungen (Services): Relevanz sichtbar machen
  5. Unternehmensbeschreibung: Relevance + Vertrauen
  6. Fotos & Medien: Prominence-Booster
  7. Öffnungszeiten & Sonderzeiten
  8. Posts/Updates: Signal & Mini-Landingpages
  9. Bewertungen: Prozess statt Hoffnung
  10. Q&A: Einwandbehandlung direkt in Google
  11. Produkte: Nur wenn es sinnvoll ist
  12. Tracking: Messbar machen, was zählt
  13. Typische Fehler, die Reichweite kosten
  14. Quick-Start: 60-Minuten Setup
  15. Passend zu intermakro: Wenn Sie es sauber umgesetzt haben möchten

Vorab: Was Google wirklich bewertet

Google optimiert lokale Ergebnisse im Kern entlang dreier Dimensionen:

  1. Relevance: Wie gut passt Ihr Profil zur Suchanfrage? (Kategorien, Services, Texte, Q&A)
  2. Distance: Wie nah sind Sie am Suchenden? (nur begrenzt steuerbar)
  3. Prominence: Wie „bekannt/vertrauenswürdig“ wirken Sie? (Bewertungen, Aktivität, Fotos, Erwähnungen)

Relevance und Prominence können Sie stark beeinflussen – und genau darauf ist diese Checkliste ausgerichtet.

Profil-Setup: Fundament, bevor Sie optimieren

1. Zugriff & Eigentum sauber klären

  • Profil claimen (falls vorhanden) oder neu anlegen
  • Eigentümerzugang beim Unternehmen (nicht bei früheren Dienstleistern/Mitarbeitenden)
  • Rollen sauber trennen: Owner vs. Manager
  • 2FA am Google-Konto aktivieren

Warum: Wenn Sie den Zugriff verlieren, verlieren Sie häufig den wichtigsten lokalen Kanal.

2. Unternehmensname: kein Keyword-Spam

  • Name so verwenden, wie er real geführt wird (Schilder, Rechnungen, Website)
  • Keine Zusätze wie „Reinigung Frankfurt günstig 24h“

Keyword-Spam kann zu Einschränkungen oder Sperren führen und wirkt unprofessionell.

3. Adresse/Service Area: das richtige Modell wählen

Entscheiden Sie, wie Ihr Profil Ihre Erreichbarkeit abbildet:

  • Kunden kommen zu Ihnen (Laden/Büro): Adresse sichtbar, Öffnungszeiten relevant.
  • Sie fahren zum Kunden (Dienstleister): Servicegebiete definieren; Adresse kann verborgen sein.
  • Hybrid: Adresse sichtbar + Servicegebiete.

Best Practice für viele Dienstleister: Servicegebiete klar definieren und die Adresse nur anzeigen, wenn sie für Kunden tatsächlich relevant ist.

Kategorien: Der wichtigste Hebel

1. Primärkategorie

Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am präzisesten trifft. Ihre Primärkategorie entscheidet maßgeblich, wofür Sie gefunden werden.

Heuristik: Primärkategorie = wofür Sie am liebsten gefunden werden möchten.

2. Sekundärkategorien

  • 2–4 passende Ergänzungen (nicht 10)
  • Keine Kategorien, die Sie nicht wirklich anbieten

Zu viele oder unpassende Kategorien verwässern die Relevanz und ziehen unqualifizierte Anfragen an.

Leistungen (Services): Relevanz sichtbar machen

Viele Profile lassen den Bereich „Leistungen“ leer – das ist verschenkte Relevanz.

So legen Sie Services richtig an

  • Pro Leistung ein sauberer Eintrag
  • Kurze Beschreibung (1–2 Sätze, konkret)
  • Optional: „ab“-Preis oder Preisspanne, wenn sinnvoll

Beispiele (zur Orientierung)

Reinigungsservice

  • Unterhaltsreinigung (Gewerbe)
  • Treppenhausreinigung
  • Fensterreinigung
  • Grundreinigung
  • Bauendreinigung

Umzug & Transport

  • Privatumzug
  • Firmenumzug
  • Möbelmontage
  • Entrümpelung
  • Halteverbotszone (wenn angeboten)

Pro-Tipp: Ihre Services sollten inhaltlich zu den Leistungsabschnitten Ihrer Website passen. Das erhöht Konsistenz und Conversion.

Unternehmensbeschreibung: Relevance + Vertrauen

Google ist kein Prospekt. Schreiben Sie so, dass Interessenten in wenigen Sekunden verstehen, was Sie anbieten, für wen, wo – und warum Sie eine seriöse Wahl sind.

Template (bewährt)

[Unternehmensname] unterstützt [Zielgruppe] in [Region] bei [Kernleistung].
Fokus: [2–3 Leistungsbereiche].
Kunden schätzen besonders [1–2 Vertrauensanker].
Anfrage unkompliziert über Telefon oder Kontaktformular.

Vermeiden Sie übertriebene Superlative („beste“, „Nr. 1“) und leere Buzzwords. Präzision wirkt besser als Lautstärke.

Fotos & Medien: Prominence-Booster mit hohem ROI

Ein Profil ohne echte Bilder wirkt „leer“ – und verliert Klicks. Regelmäßige, authentische Medien erhöhen Vertrauen deutlich.

Minimum-Set (sofort)

  • Logo
  • Titelbild (Hero)
  • 5–10 echte Fotos (Arbeitsumfeld, Fahrzeuge/Equipment, Ergebnisse, Vorher/Nachher)

Rhythmus

  • 2–4 neue Fotos pro Monat reichen für die meisten Unternehmen
  • Lieber echt & regelmäßig als einmalig „perfekt“

Öffnungszeiten & Sonderzeiten

  • Standard-Öffnungszeiten korrekt pflegen
  • Feiertage/Sonderzeiten eintragen
  • Bei Terminbetrieb: „nach Vereinbarung“ klar kommunizieren

Warum: Unsicherheit („Hat der geöffnet?“) kostet Anfragen – besonders mobil.

Posts/Updates: Signal & Mini-Landingpages

Posts sind kein Social-Media-Ersatz. Sie sind Aktivitätssignal und können gezielt Klicks auf Angebote oder saisonale Leistungen erzeugen.

Post-Typen, die funktionieren

  • Angebot: z. B. saisonale Aktion
  • Update: neue Leistungen, neue Regionen
  • Projektbeispiel: kurz, konkret, mit 1–3 Bildern
  • Saison: Winterdienst, Umzugssaison, Frühjahrsreinigung

Frequenz

Für viele lokale Unternehmen reichen 2 Posts pro Monat. Jeder Post sollte genau eine klare Handlungsaufforderung (CTA) haben.

Bewertungen: Prozess statt Hoffnung

Bewertungen sind ein starker Prominence-Hebel. Der Unterschied entsteht nicht durch „Bitte bewerten“, sondern durch einen festen Prozess.

1. Bewertungslink generieren

  • Kurzlink erstellen und speichern
  • Optional QR-Code für Rechnung/Visitenkarte

2. Timing: der wichtigste Punkt

Bitten Sie um Bewertungen direkt nach erfolgreicher Leistung – wenn der Kunde zufrieden ist und die Erinnerung frisch ist.

3. Textvorlage (bewährt)

Vielen Dank für Ihren Auftrag! Wenn Sie zufrieden waren, würden Sie uns kurz auf Google bewerten? Das hilft uns sehr. Hier ist der Link: [Bewertungslink] – dauert weniger als 1 Minute.

4. Antworten auf Bewertungen

  • Positive Bewertungen: kurz, persönlich, konkret
  • Negative Bewertungen: ruhig, lösungsorientiert, ohne Eskalation

Q&A: Einwandbehandlung direkt in Google

Q&A wird häufig ignoriert. Dabei können Sie hier die wichtigsten Fragen proaktiv beantworten und Einwände reduzieren, bevor jemand auf Ihre Website geht.

Empfohlene Fragen (Startpaket)

  • Wie schnell sind Termine verfügbar?
  • Welche Regionen bedienen Sie?
  • Erhalte ich einen Kostenvoranschlag?
  • Welche Leistungen sind enthalten?
  • Wie läuft die Anfrage ab?

Produkte: Nur wenn es sinnvoll ist

Der Bereich „Produkte“ kann für Top-Angebote nützlich sein, ist aber nicht zwingend. In vielen Fällen reichen Kategorien + Services.

Wenn Sie „Produkte“ nutzen, beschränken Sie sich auf 3–6 konkrete Angebote mit Bild, Kurztext und einer klaren CTA.

Tracking: Messbar machen, was zählt

Ohne Zahlen optimieren Sie blind. Prüfen Sie mindestens monatlich:

  • Suchanfragen (Brand vs. Nicht-Brand)
  • Profilaufrufe
  • Klicks auf Website
  • Anrufe
  • Routenanfragen
  • Nachrichten (falls aktiv)

Pro-Tipp: Wenn Sie optimieren, ändern Sie pro Monat nur 1–2 Dinge – sonst ist unklar, was tatsächlich wirkt.

Typische Fehler, die Reichweite kosten

  • Falsche Primärkategorie
  • Leistungen/Services nicht gepflegt
  • Keine oder unpassende Fotos
  • Öffnungszeiten falsch oder veraltet
  • Keine Bewertungsroutine
  • Keine Antworten auf Bewertungen
  • Keine Q&A gepflegt
  • Keyword-Spam im Unternehmensnamen
  • Inkonsistente Daten (Name/Adresse/Telefon) zwischen Profil und Website

Quick-Start: 60-Minuten Setup

Wenn Sie heute starten möchten, können Sie in 60 Minuten ein „arbeitendes“ Profil aufsetzen:

  • 0–10 Min: Claim, Rollen, Basisdaten
  • 10–25 Min: Kategorien + Services anlegen
  • 25–40 Min: Beschreibung + Öffnungszeiten + Servicegebiet
  • 40–55 Min: 8–12 Fotos hochladen
  • 55–60 Min: Bewertungslink erstellen + Textvorlage speichern

Passend zu intermakro: Wenn Sie das sauber umgesetzt haben möchten

Ein Google Business Profil wirkt am besten, wenn Website, Kontaktlogik und digitale Infrastruktur zusammenpassen (z. B. Terminbuchung, Anfragen, Bewertungen, Tracking-Basics). intermakro setzt solche Systeme schlank und strukturiert auf – ohne unnötige Komplexität.

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